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Der Rekordmeister taumelt - Die 21. Runde der Bundesliga |
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Written by Niki
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Feb 22, 2010 at 10:20 PM |
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6 – 6 – 6 – 1, so steht es im Vierkampf zwischen Salzburg, der Austria, Sturm und Rapid. Dieses Zwischenergebnis kann zwar noch ausgebügelt werden. Dennoch sieht es nach Problemen beim Rekordmeister aus. Währenddessen verabschiedet sich Kärnten endgültig aus der Liga.
2 Runden sind im Frühjahr absolviert. Fußballer, die auf Zeit spielen, sagen, dass man nach zwei Matches noch keine voreiligen Schlüsse ziehen sollte. Ein gewisser Eindruck hat sich jedoch schon manifestiert. Klar ist auf jeden Fall, dass der Herbstmeister Rapid jeden Vorteil verspielt hat, den man sich im Herbst erkämpfen konnte. Salzburg, Austria und Sturm haben jeweils fünf Punkte mehr geholt. Rein mathematisch waren sie also fünfmal so effektiv wie die Hütteldorfer. Tatsächlich scheint der Unterschied nicht so dramatisch zu sein. Es ist aber auffällig, dass Salzburg, Austria und Sturm nahezu jeden Fehler des Gegners ausnützen, Rapid gelang das bisher nicht. Natürlich ist auch immer das erste Tor wichtig. Diese sind mitunter aus haarsträubenden Abwehrfehlern der Gegner entstanden. Doch auch Rapid hat zweimal geführt und sich trotzdem jedes Mal wieder in einen offenen Kampf verwickeln lassen. Es sieht so aus, dass es momentan an der notwendigen Ruhe fehlt um nervenaufreibende Situationen zu überstehen. Speziell die Abwehr (nicht nur die Innenverteidiger) hat große Probleme im Stellungsspiel und strahlt keine Souveränität aus. Sturm spielt die Bälle aktuell wesentlich ruhiger ins Mittelfeld weiter. Dadurch gönnen sie sich Pausen, weil das Spiel nicht hektisch weitergeht. Die Austria hat mit Junuzovic und Acimovic ebenfalls zwei Leute, die das Spiel kontrolliert verlagern können. Und Salzburg ist auf diesem Sektor sowieso die Nummer Eins in Österreich. Zudem besitzen sie einen Tormann, der von hinten dirigiert und auf den sich die gesamte Abwehr verlassen kann. Rapid hingegen hatte am Wochenende wieder einmal zu beklagen, dass Payer weiterhin seinen Fünfmeterraum nicht beherrschen kann. So ist auch der Ausgleich zum 1:1 gefallen. Nächste Woche spielt Salzburg im Hanappistadion um die Vorentscheidung im Titelkampf. Momentan ist davon auszugehen, dass Red Bull diese Schlacht für sich entscheiden wird. Zum einen spielen sie unter der Woche gegen Lüttich. Egal, wie das Spiel auch enden wird, Salzburg wird den Kampfgeist aus dieser Begegnung mitnehmen. Da spielt Müdigkeit keine Rolle. Zum anderen sind die Bullen als Team gefestigter und speziell die Abwehr ist stabiler als die der Rapidmannschaft. Wieder muss sich Rapid auf sein Publikum verlassen und auf einen starken Hofmann hoffen. Das ist meiner Ansicht nach zu wenig. Die Austria wird in Mattersburg zwar leiden müssen. Trotzdem sollten dort die nächsten drei Punkte zu gewinnen sein. Auf Sturm kommt in Linz der erste wesentliche Test zu. Spielen sie weiterhin so stabil, dann wird der LASK die entscheidenden Fehler begehen und Sturm wird wieder mit zwei oder drei Toren Unterschied gewinnen. Sollte es in dieser Tonart weitergehen, muss sich Rapid in ein paar Wochen noch Gedanken um den Europacup machen. Ein paar Gedanken zu Austria Kärnten: Das Ende zieht sich jetzt schon eine Weile hin. Vermutlich wird bis zum Saisonende noch um Etats und Zahlungen gefeilscht werden. Wenn man ehrlich ist, dann läuft das Projekt bereits seit Anfang an nicht rund. Krampfhaft wollten die Verantwortlichen den Erfolg haben. Es wurde nicht überlegt, ob es in dieser Liga auch ambitionierte Nachwuchsspieler, geführt mit drei Routiniers hätten schaffen können. Geld wurde in Spieler und Trainer investiert, geradezu verpulvert. Und gebracht hat das Ganze nichts. Mindestens Dritter bis Fünfter wollte man werden. Es gab keinen 3-, 5- oder 10-Jahresplan. Das wäre doch viel zu aufwändig gewesen. Strukturen wurden niemals geschaffen. Die möglichen Fans der Zukunft nicht versorgt. Vielleicht hätte man auch mit den Eishockeyklubs zusammenarbeiten können. Doch hier liegt die Vermutung nahe, dass denen das eigene Hemd auch wichtiger ist. Nicht ganz unverständlich. Auf jeden Fall ist der Verein nun am Ende. Wieder ein Verein in Österreich. Und jeder fragt nach dem warum. Schlussendlich scheiterte das Projekt wieder an der Ungeduld und der Sehsucht nach Macht und Prestige der Verantwortlichen.
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Comment by GUEST on 2010-02-23 15:16:30 sehr richtiger kommentar. das problem bei rapid sehe ich in erster linie, dass man sich im mittelfeld zu sehr auf hofmann konzentriert - wenn der mal schwächelt, haperts in der ganzen mannschaft. was kärnten betrifft: dem ist nichts hinzuzufügen. heutzutage einen fußball-verein aufzubauen braucht mehr als geld. | Comment by GUEST on 2010-02-23 16:51:48 ich glaube, dass es immer schon mehr als geld gebraucht hat, vor allem zeit. aber das stadion war eben ein prestigeprojekt, deswegen ist der verein auch aus dem boden gestampft worden. nun scheint es vorerst einmal vorbei zu sein. wichtig wäre es aber trotzdem, dass man nicht komplett aufgibt sondern sich einen seriösen plan für die zukunft macht. niki | |